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Gemeinde Altwis

Dorprojekt in Altwis: Begegnungsplatz der Generationen



Begegnungsplatz

Im Herbst 2019 brachten eine junge Mutter, ein 50-jähriger Landwirt und ein pensionierter Lehrer gegenüber dem Altwiser Gemeinderat das Anliegen ein, im Blick auf die Zeit nach der Fusion mit Hitzkirch mitten im Dorf Altwis einen Ort der Begegnung für alle Generationen zu schaffen. Der Gemeinderat nahm die Anregung auf und im vergangenen November beschloss die Altwiser Budget-Gemeindeversammlung einstimmig, hierfür einen alten Fonds aufzulösen und so einen Sockelbeitrag an ein solches Vorhaben zu sprechen. Eine kleine Projektgruppe konnte umgehend mit der Entwicklung eines Konzepts für einen Begegnungsplatz beginnen.

Die Mitglieder dieser ehrenamtlich tätigen Projektgruppe stiessen in der Bevölkerung auf ein breites Interesse und erhielten von Jung und Alt unterschiedliche praktische Unterstützungsangebote. Sie konnten viele gute Ideen aufnehmen und bereits im Februar eine konkrete Vorstellung präsentieren: Am Rand des Schulhausplatzes sollten auf der gemeindeeigenen Parzelle neue Möglichkeiten zum Austausch und Spiel entstehen, alte Angebote erneuert und ein Teil des Grundstücks neu gestaltet werden. Fast die Hälfte der Projektkosten von insgesamt 30'000 Franken würden über private Zuwendungen beschafft werden müssen und die Realisierung wäre nur mit viel ehrenamtlicher Arbeit von Freiwilligen möglich.

Der Gemeinderat stimmte diesem Vorgehen zu und so konnten die Vorstellungen der Projektgruppe gemeinsam mit einer regionalen Gartenbaufirma und einer wachsenden Zahl von engagierten Einwohnerinnen und Einwohnern konkretisiert und ergänzt werden. Die beauftragte Gartenbaufirma und rund 30 ehrenamtlich Mitwirkende aus allen Teilen der Altwiser Bevölkerung begannen Mitte Juli mit der praktischen Umsetzung.

Das Herzstück des Begegnungsplatzes ist ein fünf Meter langer und fast acht Zentimeter dicker Eichentisch mit zwei Eichenbänken, die von Zimmerleuten und dem Dorfschmied in vielen unentgeltlichen Arbeitsstunden gefertigt wurden. Der Tisch steht unter einem Kirschbaum und wird flankiert von einem 45 Millionen Jahre alten Findling. Dieser ist voller versteinerter kleiner Meerestierchen und wurde vom Reussgletscher nach der Alpenfaltung ins Seetal getragen. Einer Gruppe von freiwilligen Helfern gelang es, das Schmuckstück aus dem Altwiser Tobel zu bergen und nun der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Zum neuen Kernbereich des Begegnungsplatzes gehören auch ein neuer Sandkasten, ein Pétanqueplatz mit einer von einem Lehrling gefertigten Materialkiste zwischen Quadersteinen zum Sitzen und Zuschauen sowie ein Schachbrett, welches aus gestifteten Steinplatten in Frondienst ausgelegt wurde und von zwei weiteren Eichenbänken flankiert ist. Ein verblichenes altes Mühlesteinfeld auf dem Schulhausplatz wurde neu gestrichen und in einer weiteren rollenden Materialkiste sollen Spielfiguren und Utensilien auch für einen bestehenden Ping-Pong-Tisch untergebracht werden. Die Mühlesteine werden im Werkunterricht der Schule Altwis gestaltet. Noch im September wird mit Kennenlern-Kursen für Pétanque-Interessierte aller Altersgruppen gestartet und eine Gruppe von Boule-Begeisterten überlegt sich, nächstes Jahr im Hitzkirchertal eine Pétanque-Meisterschaft zu organisieren. Bis spätestens im November werden gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern schliesslich noch drei schattenspendende Bäume gepflanzt. Ergänzt durch einen bestehenden kleinen Kinderspielplatz und den Schulhaus-Brunnen kann der Begegnungsplatz für alle Generationen in Altwis somit noch dieses Jahr fertiggestellt werden. So kann er schon bald seine Bestimmung als Beitrag zum Zusammenhalt der jungen und alten Altwiser Bevölkerung erfüllen.

Projektleiter Stefan Brändlin ist zuversichtlich, dass bis dahin auch der noch fehlende Restbetrag zur Finanzierung aufgebracht werden kann. Über 10'000 Franken private Zuwendungen sind schon eingegangen, es fehlen noch etwa 3'000 Franken. Auf Ende August hatte die Projektgruppe einen öffentlichen Einweihungs- und Informations-Anlass geplant, der aufgrund der kantonalen Corona-Schutzmassnahmen abgesagt werden musste. Im kleineren Rahmen konnten die freiwilligen Mitarbeitenden und die Gönner dieser Tage dennoch auf das gelungene Werk anstossen. Ihre Namen werden alle auf Wegweisern auf dem Begegnungsplatz aufgeführt. Nicht wirklich überraschend: Gar die Apéro-Häppchen und Getränke für diesen «Wertschätzungs-Anlass» wurden von Privaten und der lokalen Weinbaugenossenschaft zubereitet und gesponsert.

 

Hier gelangen Sie zu Fotos des Begegnungsplatzes.